bet365 unter Beobachtung: Vorwürfe zu möglichen Verstößen gegen deutsches Glücksspielrecht
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Aktualisiert von Daniela Stoeva 10. Feb. 2026
Der britische Buchmacher bet365 steht im Januar 2026 erneut im Fokus der deutschen Öffentlichkeit. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass der Anbieter offiziell in Deutschland lizenziert ist. bet365 wird auf der sogenannten Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) geführt und verfügt damit über eine staatliche Erlaubnis, Online-Sportwetten sowie virtuelle Automatenspiele anzubieten.
Zentrale Pflichten aus dem Glücksspielstaatsvertrag
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 sieht zahlreiche technische und organisatorische Maßnahmen vor, die lizenzierte Anbieter umsetzen müssen. Dazu gehört die Anbindung an das zentrale IT-System LUGAS, das unter anderem das anbieterübergreifende monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro überwacht. Zusätzlich sind Wettanbieter verpflichtet, die bundesweite Sperrdatei OASIS zu nutzen, um gesperrten Personen die Teilnahme am Glücksspiel zu verwehren. Eine weitere zentrale Vorgabe ist die strikte Trennung von Sportwetten- und Online-Casino-Angeboten, sowohl technisch als auch werblich.
Aktuelle Vorwürfe und rechtliche Auseinandersetzungen
Trotz der bestehenden Lizenz gibt es Berichte über mögliche Verstöße gegen regulatorische Vorgaben. Im Raum stehen unter anderem Zweifel an der konsequenten Umsetzung von Spielerschutzmaßnahmen sowie an der Einhaltung von Werbebeschränkungen. Besondere Aufmerksamkeit erhält zudem der Umgang mit gerichtlichen Entscheidungen zu Sportwettenverlusten aus der Zeit vor 2020. Mehrere deutsche Gerichte haben Rückerstattungen zugesprochen, da bet365 damals ohne deutsche Lizenz tätig war. In einem bekannten Fall wurde eine Rückzahlung von rund 35.000 Euro angeordnet, die nach Angaben der Klägerseite bislang nicht erfolgt sein soll. Der Anbieter beruft sich hierbei auf rechtliche Besonderheiten seines Sitzes in Malta, was aktuell auf europäischer Ebene geprüft wird.
Gesellschaftliche Debatte und Ausblick für den Markt
Parallel zu den juristischen Fragen wächst die öffentliche Diskussion über Glücksspielwerbung und Sponsoring im Profifußball. Kritiker verweisen auf mögliche Risiken für suchtgefährdete Personen, insbesondere durch leicht zugängliche Livewetten und digitale Angebote. Auch im Online-Casino-Segment wurden Werbe- und Bonusregelungen in den vergangenen Jahren verschärft. Für Spieler bedeutet die aktuelle Entwicklung, dass lizenzierte Anbieter zwar einer staatlichen Aufsicht unterliegen, die Einhaltung der Vorgaben jedoch weiterhin genau beobachtet wird. Die Regulierungsbehörden haben angekündigt, Verstöße künftig noch konsequenter zu verfolgen.
Verfasst von
Moritz Pohl
Redakteur
Der Bonus-Profi Moritz kennt jeden Anbieter beim Vornamen. Er testet seit über 12 Jahren Online Casinos, Buchmacher und Bonus Angebote.
Geprüft von
Daniela Stoeva
Chefredakteurin
Seit 2016 testet Daniela erfolgreich Online Casinos bei auf Casino.online. Mehr als 1200 Publikationen tragen ihre professionelle Handschrift.
