LeoVegas – Großbritannien verhängt Geldstrafe in Höhe von 1,32 Millionen Pfund

LeoVegas, der Online-Glücksspielanbieter aus Stockholm, muss in Großbritannien ab sofort schärfere Auflagen erfüllen. Darüber hinaus muss LeoVegas eine Geldstrafe in Höhe von 1,32 Millionen Pfund (circa 1,57 Millionen Euro) bezahlen. Dies entschied die Glücksspielbehörde UK Gambling Commision, kurz UKGC. Die UKGC hat bisher Online-Glücksspielanbieter, wie beispielsweise 888casino oder Genesis Global sowie Greentube Aldenery (Novomatic), zu ähnlichen Maßnahmen gedrängt. Dem Anbieter bet-at-home wurde sogar die Lizenz für Großbritannien entzogen.

Der Grund für diese Maßnahmen ist, dass es massive Änderungen im Glücksspielgesetz gegeben hat, bei denen der Spielerschutz an oberster Stelle steht, die Online Casinos diese aber nur ungenügend umsetzten.

LeoVegas und schärfere Auflagen

Zwischen Oktober 2019 und Oktober 2020 wurde die Geschäftstätigkeit von LeoVegas in Großbritannien überprüft. Dabei ist aufgefallen, dass der Spielerschutz nur unzureichend umgesetzt wurde. Die UKGC beschloss daher, dass LeoVegas hier enorm nachbessern muss. Zudem muss der Online-Glücksspielanbieter eine empfindliche Geldstrafe bezahlen.

Wie bereits erwähnt sind mehrere Online-Glücksspielanbieter betroffen. Die 888 Group muss zum Beispiel eine Geldstrafe in Höhe von 9 Millionen Pfund bezahlen. Darüber hinaus müssen alle von der 888 Group betriebenen Casino- und Sportwetten-Seiten erneut durch die UKGC überprüft werden, damit sichergestellt wird, dass alle Auflagen bezüglich des Spielerschutz umgesetzt worden sind. Im Übrigen werden in den nächsten 12 Monaten ohnehin Tests von externen Unternehmen durchgeführt, welche der UKGC berichten, ob der Spielerschutz auf gewissen Casino- und Sportwetten-Seiten umgesetzt wurde.

Demnach ist LeoVegas im Vergleich zu anderen Online-Glücksspielanbietern relativ glimpflich davon gekommen. Dennoch ist LeoVegas nur auf Bewährung. Sollte es in naher Zukunft noch einmal zu Missständen kommen, könnte die UKGC dem Online-Glücksspielanbieter höchstwahrscheinlich die Lizenz entziehen.

Da LeoVegas an der Börse notiert ist, könnte dies erhebliche Probleme nach sich ziehen. Unter anderem wäre die Dividende für die Aktionäre dahin, was zu weiteren Problemen führen würde. LeoVegas setzt daher bereits viel daran, dass alle erforderlichen Maßnahmen, welche auferlegt worden sind, zufriedenstellend umgesetzt werden.

Genau wird LeoVegas von der UKGC vorgeworfen, dass die Limits für Kunden zu hoch angesetzt worden sind. Dies betrifft auch die zu LeoVegas Gruppe gehörenden Portale wie 21.co.uk, Betuk, Pink Casino sowie Slot Boss. Zudem wurde nach sechs Stunden spielen eine Spielpause von 45 Minuten eingeleitet, ohne dem Kunden zu sagen, weshalb. Dies ist laut UKGC nicht angemessen. Ein weiterer Grund ist die Nicht-Beachtung der Leitlinien für den Umgang mit Kunden, welche 2019 von der UKGC veröffentlicht worden sind. Demnach wurden die Anzeichen für kritisches Spielverhalten nur unzureichend berücksichtigt.

LeoVegas wurde nun innerhalb von nur zwei Jahren schon zweimal mit einer Geldstrafe belegt. 2018 verlange die IKGC 600.000 Pfund (circa 717.000 Euro) von LeoVegas, da es Versäumnisse bei Werbung und Marketing gegeben hatte.

Generelle Schwachstellen

Generelle Schwachstellen bei Online-Glücksspielanbietern ist das Kundenlimit, welches vom Einkommen abhängig ist. Dies wird sehr oft gar nicht berücksichtigt und so kam es vermehrt dazu, dass Kunden mit wenige Einkommen innerhalb kürzester Zeit hohe Summen für das Online-Glücksspiel ausgaben. Dies steht allerdings im Konflikt mit dem Spielerschutz. Demnach müssen die Online-Glücksspielanbieter künftig das individuelle Kundenlimit genauer anpassen.

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Leon Bürger Verfasst von Leon Bürger