Auswirkung und Konsequenzen vom Brexit auf die Glücksspielbranche

Der Brexit, also der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union, ist seit dem 01. Februar 2020 beschlossen. Allerdings hat die Europäische Union dem Vereinigten Königreich eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020 gewährt, damit die Belange in wirtschaftlicher Hinsicht geregelt sind. Dies bedeutet wiederum, dass seit dem 01. Januar 2021 nur noch ein Partnerschaftsvertrag gilt, der die Beziehungen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich regelt. Dieser Partnerschaftsvertrag hat natürlich auch Auswirkung auf die Glücksspielbranche, welche nachfolgend erläutert wird.

Gibraltar und Isle of Men

Glücksspiellizenzen, die auf Gibraltar oder auf Isle of Men ausgestellt worden sind, sind neben denen aus dem Vereinigten Königreich ebenso betroffen, denn diese Gebiete gehören offiziell zum Vereinigten Königreich. Demzufolge treten Gibraltar und Isel of Men auch automatisch aus der Europäischen Union aus. Dies bedeutet, dass die Glücksspiellizenzen aus diesen Gebieten in der Europäischen Union weniger wert sind als bisher, da nur noch die Europäische Dienstleistungsfreiheit gilt.

Die Europäische Dienstleistungsfreiheit

Innerhalb der Europäischen Union gilt unter anderem im Bezug auf Glücksspiel die Europäische Dienstleistungsfreiheit. Diese zählt zu den vier Grundfreiheiten, welche auf dem Europäischen Binnenmarkt gelten. Geregelt wird darin, dass, egal ob Freiberufler, Gewerbetreibender, Handwerker oder Kaufmann, diese Dienstleistungen innerhalb der Europäischen Union anbieten dürfen. Alle Regelungen hierzu findet man im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, kurz AEUV, genauer gesagt in den Artikeln 56 bis 62.

Knackpunkt an der Europäischen Dienstleistungsfreiheit war bisher, dass Landesgesetze nicht in der Lage waren, Glücksspiel einzuschränken. Insbesondere Gibraltar, Isle of Men sowie auch Malta konnten davon profitieren, da diese sich über das Vereinigte Königreich eine Glücksspiellizenz sicherten aber eigene Landesgesetze hatten. Dieses Vorgehen sicherte Glücksspielanbietern in den besagten Gebieten das Anbieten ihrer Dienstleistungen in der Europäischen Union.

Beispiel:

Tipico mit Hauptsitz auf Malta hat seit vielen Jahren eine Lizenz von Gaming Authory und durfte daher Glücksspiel in der Europäischen Union anbieten. Neuerdings besitzt Tipico eine Lizenz vom Regierungspräsidium in Darmstadt, also Deutschland und darf somit logischerweise unabhängig vom Brexit Glücksspiel innerhalb der Europäischen Union anbieten.

Gibraltar und Isle of Men

Lizenzen von Glücksspielanbietern aus dem Vereinigten Königreich, somit auch Gibraltar und Isle of Men, sind nicht mehr in der Europäischen Union gültig. Um aber weiterhin auf dem Europäischen Glücksspielmarkt tätig sein zu dürfen, müssen neue Lizenzen für den Europäischen Glücksspielmarkt erworben werden. Erste Anlaufstelle wäre da wohl Malta. Allerdings sei erwähnt, dass Glücksspielanbieter aus dem Vereinigten Königreich den Fokus eher auf den Markt in die USA legen, da dort die Gesetze rund um das Thema Glücksspiel noch in den Kinderschuhen stecken und Lizenzen mitunter leichtfertig vergeben werden.

Fazit

Für Spieler aus der Europäischen Union ändert sich im Prinzip nichts im Bezug auf Glücksspiel. Zumindest die geltenden Gesetze des jeweiligen Landes.

Wichtig: In Deutschland wird seit dem 15. Oktober 2020 Online-Glücksspiel lediglich geduldet. Seit 01. Juli 2021 wird im Übrigen ein neuer Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland umgesetzt.

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